Die Kykladen:
Auch wenn Sie die Kykladen noch nicht mit eigenen Augen
gesehen haben, können Sie sie sich wahrscheinlich trotzdem bildhaft vorstellen:
Die typischen strahlend weißen, asymmetrisch gebauten Häuser mit blauen Fensterrahmen
und -läden, den hübschen weißen Kirchen mit den runden blauen Dächern, den
Windmühlen, oder einen felsigen Bergweg mit einem Esel, der Körbe mit Gemüse trägt,
das leuchtend blaue Meer... nur um ein paar Beispiele zu nennen.
Die Kykladen
sind eine Inselgruppe von mehr als 30 kleinen Inseln
im zentralen Ägäischen Meer. Sie haben ihren Namen erhalten, weil sie einen ungefähren
Kreis um die heilige Insel Delos bilden. Delos war
in der Antike bedeutendes spirituelles Zentrum und ist heute eins der wichtigsten
archäologischen Ausgrabungsstätten Griechenlands!
Die aufgezeichnete Geschichte der Kykladen beginnt mindestens 5.000
Jahre vor Christus!
Ungefähr zwei Drittel der kykladischen Inseln
sind bewohnt, und ihre Hauptstadt ist die Stadt Ermoupolis auf Syros. Die Einwohnerzahlen schwanken
zwischen ca. 500 auf kleineren Inseln (z.B. Folegandros) und etwa 20.000 auf größeren
oder dichter besiedelten Inseln. (Einige Beispiele: Paros ca. 9.500, Antiparos ca. 1.000, Mykonos ca. 6.000, Naxos ca. 15.000, Ios ca. 2.000, Santorini ca. 9.000 und Amorgos ca. 1.600 EW)
Eine kurze Vorstellung einiger Inseln (unsere persönlichen
Empfehlungen!)
Antiparos:
Antiparos ist quasi die kleine Schwester von Paros, südwestlich
von Paros gelegen. Die Insel ist Paros ähnlich aber sehr viel kleiner und ruhiger.
Falls Sie z.B. einen Urlaub mit kleinen Kindern vorhaben, ist Antiparos sicher
geeignet, und es sind dort ebenso wie auf Paros schöne
Strände zu finden.
Man kann Antiparos auch gut und schnell auf einem Tagesausflug erreichen.
Vom Hafen Parikias aus fahren den ganzen Tag über kleine Boote, die ca. 25 Minuten
bis Antiparos brauchen; eine Fahrkarte kostet nur ein paar hundert Drachmen. Außerdem
kann man auch von Pounda aus nach Antiparos kommen,
welches ca. 8 km südlich von Parikia liegt. Sie werden von Pounda aus mit kleinen Autofähren innerhalb von wenigen Minuten auch mitsamt
Ihrem (gemieteten?) Auto oder Motorrad hinüber gebracht.
Die Tropfsteinhöhlen auf Antiparos sind einen Besuch wert (siehe auch unter Sehenswürdigkeiten),
achten Sie allerdings auf Öffnungszeiten bis ca. 16.00 h.
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Mykonos:
Man liebt es oder man hasst es, es scheint
nichts dazwischen zu geben! Die Hauptstadt "Mykonos-Stadt" ist fast unvergleichlich
schön und die Insel voller wunderschöner Strände.
Bekannt als Treffpunkt
für Homosexuelle hat Mykonos eine vibrierende, exklusive
Atmosphäre, und das Leben tobt dort Tag und Nacht.
Leider sind die
Preise recht hoch und während der Hochsaison nahezu unverschämt! Wenn Sie Mykonos
nicht verpassen und dennoch verhältnismäßig preiswert unterkommen möchten, versuchen
Sie eine Unterkunft etwas außerhalb zu finden und die Stadt Mykonos von dort aus
zu besuchen, oder aber die Hauptsaison zu meiden.
Die Insel selbst ist recht karg und felsig, hat als Landschaft nicht allzu
viel zu bieten, und die Straßen sind ziemlich schlecht, also Vorsicht auf Motorrädern!
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Naxos:
Naxos
ist größer und ein bisschen grüner als Paros, zumindest
in höheren Lagen, aber ansonsten vom Stil her recht ähnlich. Es hat lange weite
Strände, wunderschöne Landschaft und sehr gute Routen für Trekking und Wandern.
Naxos ist auch für einen ruhigen
Familienurlaub ideal. Die Insel ist leicht von Paros aus
zu erreichen, die Fahrt dauert mit einer der täglich zahlreich verkehrenden
Fähren knapp eine Stunde.
Santorini:
Wenn
Sie die Kykladen besuchen, sollten Sie Santorini eigentlich nicht auslassen. Von der sehr hochgelegenen
Hauptstadt Fira und der urigen Stadt Oia (gesprochen "I-a") aus haben
Sie einen einzigartigen, atemberaubenden Ausblick.
Für Sightseeing und Felswanderungen sehr geeignet, allerdings sind die Strände
"schwarz", weil es eine Vulkaninsel ist, also nicht unbedingt ideal
zum Baden.
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Ios:
Hier glaubt man, das Hauptziel
der hauptsächlich jüngeren Reisenden sei "Feiern".
Das Leben tobt hier Tag und Nacht. Allerdings ist ein Besuch auch ohne "Party"
lohnenswert, da es eine hübsche kleine Insel ist mit einem ansprechenden Hauptort.
Wenn Sie die feiernden Massen meiden wollen, Ios aber schon sehen möchten, fahren
Sie außerhalb der Schul- und Semesterferien hin.
Amorgos:
Verglichen
mit den anderen Inseln wird diese kleine Insel nicht so häufig besucht. Es ist
eine recht karge, felsige Insel mit guten Wanderwegen und
hübschen Badebuchten. (Die Badebuchten sind sehr abgelegen.) Wenn Sie etwas
"Anderes" sehen möchten sehr empfehlenswert.
Beachten Sie, dass die
Insel nicht jeden Tag von allen Fähren angefahren wird.
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Delos:
Diese
kleine Insel ist praktisch eine einzige große archäologische
Ausgrabungsstätte, mit Museum, und war einstmals das spirituelle Zentrum
Griechenlands. Heute ist es eins der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Griechenlands.
Man kann diese Insel nur besuchen, um sie zu besichtigen, da es kein Ort
ist, an dem "übernachtet" wird. Man kann über ein Reisebüro von
den meisten Inseln aus einen Tagesausflug dorthin buchen, was meistens auch einen
Besuch auf Mykonos mit einschließt.
Die meisten Urlauber suchen sich eine der Inseln als Urlaubsziel aus. Durch die guten Fährverbindungen kann man Ausflüge machen, um mehrere Kykladeninseln während eines Urlaubs zu besuchen. Auch das sogenannte "Inselhopping" ist möglich, bei dem jeweils einige Tage auf einer Insel verbracht werden, bevor man auf die nächste Insel umzieht. Verschiedene Kreuzfahrtschiffe, beispielsweise das Clubschiff Aida, fahren durch die Kykladen und legen an verschiedenen Inseln an. Auf diese Weise kann man während eines Urlaubs einen Eindruck von mehreren der doch sehr verschiedenen Inseln gewinnen.
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