"Man reist ja nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen."
(Johann Wolfgang von Goethe)
 
 
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Parikia
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Unterwegs auf Paros

Mit dem Bus:

Die beste und sicherste Möglichkeit, die Insel zu erkunden, ist unserer Meinung nach mit dem Bus.

Es besteht eine sehr gute Busverbindung über die ganze Insel, und die Busse fahren erstaunlich pünktlich ab und sind sehr billig (Beispiel: die Fahrt Parikia - Naoussa kostet ca. 0,80 Euro). Die Fahrkarten werden normalerweise von einem Jungen verkauft, der im Bus arbeitet, außer in der Nebensaison, wenn der Busfahrer selbst das Geld einnimmt, und zwar für gewöhnlich, wenn Sie aussteigen.

Die Busbahnhöfe mit Informationshäuschen in Parikia und Naoussa haben fast den ganzen Tag auf und händigen Ihnen auf Wunsch Fotokopien des Busfahrplans aus.

Der Busfahrplan ändert sich ca. alle 10 Tage und wird bis zur Hochsaison ständig erweitert; dann verkehren die Busse besonders häufig - auch während der Nacht. Sogar während der Nebensaison gibt es in etwa stündlich einen Bus zwischen Parikia und Naoussa und zurück, und zwar bis um Mitternacht ungefähr.

Nach der Hochsaison wird der Busfahrplan wieder auf den nachlassenden Bedarf zugeschnitten.

Beachten Sie:
Wenn Sie irgendwo unterwegs ein- oder aussteigen wollen, aber dort gerade keine offizielle Bushaltestelle ist, können Sie entweder winken oder dem Busfahrer ein Signal geben, er wird Sie praktisch überall aufnehmen oder rauslassen.

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Mit Motorrädern, Mopeds u.a.:

Eine der beliebtesten Fortbewegungsmittel auf den Inseln sind die motorisierten Zweiräder. Sie sind recht günstig zu mieten (ca. zwischen 8 bis 20 Euro pro Tag, allerdings modell- und saisonabhängig) und haben natürlich den Vorteil, dass Sie damit praktisch überall hinkommen. Sie können ohne von Zeiten abhängig zu sein auch die abgelegensten Winkel der Insel erreichen.

Die Straßen auf Paros sind auch verhältnismäßig gut und dafür geeignet.

Allerdings möchten wir Sie bitten, dabei nachfolgende wichtige Punkte zu bedenken!!!!

1. Fahren Sie nur, wenn Sie einen gültigen Führerschein haben und über Fahrpraxis verfügen. Auch, wenn Sie beim Verleih nicht ausdrücklich danach gefragt werden! Es ist Gesetz, und die Gesetze wurden im Jahr 1999 verschärft. Es finden oft Polizeikontrollen statt. Wenn Sie nicht die nötigen Papiere vorweisen können oder gar einen Unfall haben sollten, wird es Sie teuer zu stehen kommen! Und nicht zuletzt zu Ihrer eigenen Sicherheit!!!

2. Tragen Sie immer einen Helm, auch wenn es noch so verführerisch scheint, keinen zu tragen! Der Motorradverleih müsste Ihnen Helme zur Verfügung stellen können. Leider gibt es jeden Sommer sehr viele nicht selten schwere Unfälle mit Motorrädern, und es wird teuer, wenn Sie ohne Helm in eine Polizeikontrolle geraten (s.o.).

3. Die Straßen sind unberechenbar, und Sie kennen sie nicht. Sie sind teilweise uneben, sie sind steil und kurvig, unübersichtlich und die Straßenränder haben einen rutschigen Schotterbelag.

4. Vorsicht - andere Verkehrsteilnehmer! Es sind genügend "verrückte" Fahrer unterwegs - nicht nur Griechen ;-)! Die gefährlichsten Fahrer sind die Touristen ohne Fahrpraxis, oft das erste Mal in ihrem Leben auf einem motorisierten Zweirad unterwegs. Heller Wahnsinn! Wenn Sie wüssten, wieviele gefährliche Situationen wir täglich beobachten können...

5. Achten Sie darauf, dass das Motorrad technisch einwandfrei ist, bevor Sie losfahren. Viele werden nachlässig oder überhaupt nicht gewartet - achten Sie besonders auf die Bremsen.

Nehmen Sie nicht unbedingt das preisgünstigste Motorrad, das Sie finden konnten, sondern achten Sie dazu auch noch auf das "Kleingedruckte". Manche Verleihe bieten ihre Gefährte zu einem besseren Preis an, bieten jedoch keinen Service und lassen Sie sitzen, wenn Sie irgendwo gestrandet sind. Andere hingegen bieten auch einen Abhol- und Reparaturübernahme-Service an.

6. Sehen Sie zu, dass Sie immer Ihre Papiere bei sich haben - wichtig der Vertrag des Verleihs - für den Fall einer Polizeikontrolle, sowie die Telefonnummer des Verleihs im Falle eines Notfalls (geplatzter Reifen o.ä.).

7. Benzin: Normalerweise können Sie das Zweirad mit der selben Menge Benzin zurück geben, mit der Sie es bekommen haben. Meist werden sie mit leerem Tank ausgegeben. Im Zweifelsfalle vorher nachfragen.

8. Wichtig: Wenn Sie einen Unfall haben oder das Gefährt in irgendeiner Weise beschädigen, werden Sie dafür zur Verantwortung gezogen. Schließen Sie wenn möglich eine Versicherung ab.

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Autos:

Ein Auto zu mieten ist eine weitere Möglichkeit, um gut um bzw. über die Insel zu kommen. Es gibt alle möglichen Modelle, vom kleinen preisgünstigen Fiat Panda bis zum teureren Jeep Vitara.

Natürlich ist es insgesamt teurer, ein Auto zu mieten als ein Zweirad. Die Preise rangieren von ca. 25 bis 100 Euro pro Tag, abhängig von Modell und Saison!

Die Vorteile aber sind, dass Sie zu mehreren ein Auto mieten können (prima für Familien mit Kindern und viel Bade"ausrüstung") und es eine etwas sicherere Art der Fortbewegung ist.

Außerdem sind Sie mit dem Mietwagen sehr mobil, können auch zu abgelegenen Stränden, einsamen Buchten und entlegenen Dörfern gelangen. Gerade wenn man mit Kindern reist, ist es sehr praktisch, nicht auf die Fahrzeiten öffentlicher Verkehrsmittel angewiesen zu sein. Wie schnell haben die Kinder keine Lust mehr oder der Hunger meldet sich, dann ist es schön, spontan zurück zum Hotel oder zur nächstgelegenen Taverne fahren zu können. Auch muss man nicht die schönste Aktivität hektisch abbrechen, wenn der Spaß gerade am größten ist, nur um den Bus zu erreichen.

Vergessen Sie nicht nachfolgende Punkte zu beachten!!!

1. Tragen Sie Ihren Gurt, auch wenn es sonst keiner tut! Polizeikontrollen gibt es häufig, und Unfälle ebenso.

2. Beachten Sie Punkte 3 bis 8 bei den Motorrädern!

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Mit dem Fahrrad:

Wenn Sie fit sind (teilweise sehr hügelig!), ist es eine schöne und ökologische Art, die Insel zu erkunden, und die Straßen auf Paros sind in verhältnismäßig gutem Zustand. Sie können Fahrräder auch sehr preisgünstig mieten (ca. 7,50 Euro am Tag).

Bitte beachten Sie jedoch folgende Punkte:

1. Punkte 2, 3 und 4, die bei den Motorrädern nachzulesen sind.

2. Sorgen Sie dafür, dass Sie in Gruppen immer hintereinander fahren. Ich komme oft in gefährliche Situationen, wenn ich mich mit dem Auto Fahrrädern nähere, die ohne auf den Verkehr zu achten über die gesamte Straße verteilt fahren!

3. Achten Sie darauf, dass das Rad einwandfrei in Ordnung ist, bevor Sie losfahren - testen Sie besonders die Bremsen!

4. Vorsicht Sonne! Nehmen Sie genug Wasser mit!

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Zu Fuß/Wandern:

Sicher eine tolle Art, die Insel kennen zu lernen, und es gibt reichlich schöne Wanderstrecken auf Paros. Sie können dabei die wunderschöne Natur besonders genießen, vor allem in der Vorsaison, wenn noch alles grünt und blüht.

Entdecken Sie dabei außergewöhnliche Pflanzen, sammeln Sie frische Kräuter, erkunden Sie versteckt gelegene Klöster, Windmühlen oder gar einen Leuchtturm.

Eine berühmte Wanderstrecke ist die "Byzantinische Straße", die von Lefkes hinunter ins Tal nach Prodromos führt, es gibt aber auch viele andere mögliche Wanderrouten, die Sie sich selbst aussuchen können.

Ein guter Tipp ist, sich einfach einen Weg zwischen zwei Orten auszusuchen. Vergessen Sie nicht, genug Wasser und eine Landkarte mitzunehmen. Die Landkarten sind zwar nicht besonders akkurat, aber sie werden Ihnen trotzdem zur Orientierung eine Hilfe sein. Falls Sie sich verlaufen, werden Sie immer in der Nähe irgendeines Ortes oder einer Straße sein und von dort aus mit einem Bus oder per Anhalter weiter kommen können.

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Per Anhalter fahren:

Per Anhalter fahren ist etwas, das man niemals empfehlen kann, da es bekanntlich gefährlich sein kann. Allerdings ist es auf den Inseln auch sehr üblich. Viele Insulaner werden Anhalter mitnehmen und sogar mal bis vor deren Tür fahren. Es gibt auch nette Begegnungen dabei - ich habe mal einen alten Bauern mitgenommen (dem sein Esel vorübergehend abhanden gekommen war ;-) und bin danach von ihm mit frischer Ziegenmilch und "lebenslanger" Freundschaft entlohnt worden!

Aber: Tun Sie es nichtsdestotrotz zumindest als Frau nicht allein! Und bitte nicht wie Sie es kennen "Daumen raus", sondern einfach den Arm ausstrecken und winken, Ersteres könnte in Griechenland als Beleidigung aufgefasst werden.

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Das sog. "Boot-Taxi":

Eine sehr übliche und preiswerte Art, zu manchen Stränden zu gelangen, ist in Griechenland die Fahrt mit dem umgebauten Fischerboot (der "Kaiki"), was viel Spaß macht. Die Preise entsprechen in etwa denen der Busse.

Sie sind auch sehr sicher, allerdings nicht unbedingt an einem windigen Tag zu empfehlen, wenn Sie leicht seekrank werden! An sehr windigen Tagen fahren sie nicht.

Taxi fahren:

siehe bitte unter "Reisetipps"!

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